Sonntag, 6. Februar 2011

LEISTUNG & BEURTEILUNG

Im Sport ist die Beurteilung der Kriterien meistens sehr konkret, beim Segeln gibt es z.B. eine Ziellinie, der Gewinner ist der erste der über die Linie geht, Regeln können aber jemanden benachteiligen, sogar ausschließen wenn diese nicht respektiert werden.

Im Eiskunstlauf wird es schwieriger, weil es eine technische und eine künstlerische Bewertung gibt, weil die Meinungen der Jury oft auseinander gehen, dazu kommt, dass es immer wieder Lieblinge gibt, die persönliche Befindlichkeit der Jurymitglieder spielt sicher eine Rolle, die Konstellation der Jury ebenso.

Wenn es sich um die Bewertung von künstlerischen Leistungen handelt wird es noch komplexer weil künstlerische Kriterien trotz aller Objektivierungsversuche immer von eigenem Geschmack und Meinung beeinflusst werden. Sie können von daher nie vollständig objektiv sein.
Meiner Meinung nach ist die Erwartung an eine objektive Bewertung einer künstlerischen Arbeit illusorisch. Es ist vielleicht genau was mich interessiert: Dass es in einer gegebenen Situation
nicht eine einzige sondern mehrere Wahrheiten und Ansichten geben kann.
Woher stammt dieses Verlangen nach einer absoluten, un - widersprüchlichen Wahrheit, Rechtfertigung?
Tatsache ist, dass das Publikum selten mit den Entscheiden der Jury einverstanden ist. Es kritisiert Unfähigkeit der Jury, behauptet, eine zutreffendere Bewertung abgeben zu können. Dieser Aspekt aber macht den eigentlichen Spass des Wettkampfes aus, zumindest seitens des Zuschauers.
Meinungsunterschiede destabilisieren und halten uns wach...

Wettbewerb & inhaltliche Themen: Objektivität und Subjektivität, Kriterien und Meinungen, Sport und Kunst, Leistung und Technik, Spieler und Beurteiler, Publikum und Jury, Publikum und Spieler, Kriterien und Meinungen, Stress und Spass, Spiel und Konkurrenz, Gewinn und Anerkennung, Liebe, Erfolg, Geld...

Anne/Januar 2011

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